Archive for März, 2008

Callcenter als Marketinginstrument

Jeder kennt es: man sitzt abends zu Hause und ist schon so gut wie im Bett, da klingelt das Telefon und eine nette Dame vom Callcenter ist am anderen Ende und möchte einem um eine solch unchristliche Uhrzeit noch etwas andrehen. Meist sogar etwas was man so gar nicht gebrauchen kann. Und selbst wenn sich das Angebot verlockend anhört, ist man durch viele Warnungen eher skeptisch und ängstlich vielleicht damit eine unangenehme Verbindlichkeit einzugehen. Zudem fragt man sich sofort wie das Callcenter an die persönlichen Daten gekommen ist und vermutet alleine dabei schon illegales Vorgehen. Es gibt aber auch Callcenter die nur diejenigen Anrufen die sich schon in irgendeiner Weise am Thema oder am Produkt selbst interessiert gezeigt haben. So hat derjenige zum Beispiel schon ein Muster angefordert oder eine Anfrage gestellt. Dabei ist die Erfolgschance dieser Marketingaktion schon eher gegeben. Noch besser wird es wenn das Callcenter B2B arbeitet, also nicht Privatleute anruft sondern andere Firmen und dort versucht ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen. Dabei sollte darauf geachtet werden dass man nur diejenigen im Unternehmen anspricht die auch eine Entscheidungsgewalt haben, Geschäftsführer oder Abteilungsleiter. In dem Fall vergeudet man Kraft und Worte nicht an falscher Stelle und kommt mit weniger Einsatz besser ans Ziel. Diejenigen die im Callcenter arbeiten und diese Aufgabe übernehmen, sollten bestens auf das Projekt vorbereitet werden und alle Facten und Mitbewerber kennen. Auch kann das Unternehmen Infos mitgeben über bereits gestellte Fragen zum Produkt damit man auf jegliche Fragen eine kompetente Antwort geben kann, denn umso mehr Vertrauen erweckt man beim Gesprächspartner.

Promotiongirls – immer gerne gesehen!

Egal ob man auf Messen ist, in Discotheken oder auf anderen Veranstaltungen wie Festivals, Premieren oder Eröffnungen sieht man die sofort erkennbaren Mädels die für ein bestimmtes Unternehmen auf Promotiontour sind und immer massig kostenlose Präsente bei sich haben um diese unter die Leute zu bringen und damit Werbung zu machen. Aber mal ehrlich – ist das die perfekte Marketingstrategie? Ist der Material – und Geldeinsatz gegenüber dem Nutzen gerechtfertigt? Ich kann das nur aus meiner Sicht beurteilen. Wenn ich diese Promotiongirls sehe ist mir sofort klar dass es dort was zu holen gibt, und zwar kostenlos oder günstig. Also stürze ich direkt dorthin und nehme alles entgegen was geht. Ich freue mich dann tierisch über ein kostenloses Feuerzeug, Kartenspiel, eine kostenlose Wasserpistole oder sonstigen Krimskrams. Aber macht mich das direkt zum neuen Kunden? Hat das Unternehmen etwas davon dass ich nichts als den Absahngedanken habe? Ich glaube nicht. Das einzige was etwas für das Unternehmen bringt ist wenn man vor der Präsentübergabe noch ein „Gewinnspiel“ machen kann wo man natürlich alle Daten angeben muss. So hat die Firma wenigstens meine Daten und kann mich dann anschließend mit Anrufen oder Werbepost beglücken denn dass ich nichts gewinnen kann weiß ich doch schon vorher. Die Streuverluste sind wie beim flyerverteilen sehr groß und der Erfolg dementsprechend eher klein. Das einzige sinnvolle was ich erlebt habe bisher war die Promotion eines Zigarettenherstellers. Bei den Mädels konnte man Zigaretten kaufen und das war sehr gut, denn weit und breit gab es auf dem Festival keinen Kippenautomat. Ende vom Lied war jedoch dass ich danach wieder meine geliebte Marke geraucht habe und lediglich auf dem Festival mal 3 Schachteln dieser anderen Marke gekauft habe und das auch nur aus Not. Aber gut – macht ruhig weiter so denn so habe ich weiterhin nach jedem Sommer wieder eine ganze Menge Geschenke die ich brauche oder auch nicht – und das umsonst!!

Flyer – sinnvolles Marketing ist was anderes!

Jeder kennt sie – Flyer aller Art die überall ausliegen. Am meisten genutzt werden die kleinen bunten Flugblätter von Discotheken und anderen Partyveranstaltern die dadurch möglichst viele Menschen auf die Events aufmerksam machen möchten. Aber auch von Firmen werden Flyer häufig genutzt und an Tankstellen und in Geschäften am Kassentresen ausgelegt. Oftmals findet man auch direkt einen kleinen Coupon darauf mit dem man einen gewissen Rabatt auf die jeweilige Leistung erhält. So möchten Firmen auf sich oder auf neue Produkte und Dienstleistungen aufmerksam machen. Aber bringt so eine Flyeraktion überhaupt etwas? In meinen Augen ist diese Art der Marketings die schlechteste die es gibt und in der Effizienz ganz unten angesiedelt. Denn man steuert damit keine direkte Zielgruppe an sondern wirft diese einfach in die Welt hinein in der Hoffnung dass man dadurch neue Kunden gewinnen kann. Leider hat man mit dem Verteilen von Flyern hohe Streuverluste. Als Marketinginstrument für ein seriöses Unternehmen das wirklich neue Kunden gewinnen möchte, ist diese Art so gut wie erfolglos. Einzig und alleine Discotheken haben etwas davon denn wer gerne weggeht ist auch immer auf der Suche nach lohnenden Events. Bei den Jugendlichen gehört es ja sogar dazu dass man sich mit Flyern von Discos die Wände tapeziert. Naja, jeder so wie er meint. Als Marketinginstrument ist der Flyer absolut nicht zu empfehlen es sei denn man legt ihn einer Bestellung bei und empfiehlt damit einem bestehenden Kunden ein bald kommendes neues Produkt. Wirksamer wird ein Flyer noch zusätzlich wenn er direkt einen Mehrwert bietet wie eine Gratisbeigabe bei Bestellung des beworbenen Produkts oder für einen Rabatt auf das Produkt.

Messe – präsentieren und protzen

Eine Messe ist für die meisten Firmen eine riesengroße Chance Eindruck zu schinden und sich in vollem Glanz zu zeigen. Auf einer Messe knüpfen die Firmen eine Menge Kontakte, laden Interessenten ein um ein gutes Geschäft in die Wege zu leiten. Auch für die Besucher einer Messe gibt es eine ganze Reihe an Veranstaltungen und Aktionen die sich richtig lohnen können. Auf einer Technikmesse beispielsweise kann man am letzten Messetag noch richtig abstauben und viele, sonst teure High Tech-Geräte für kleines Geld bekommen. Auch findet man an jedem Stand kleine Tüten mit Werbegeschenken der jeweiligen Firma. So hat man nach einer Messe meist wieder genug Kugelschreiber um damit 10 Romane zu verfassen. Wer Gewinnspiele liebt wird auch zum Zuge kommen denn viele Firmen verlosen massig Geschenke und bieten zusätzlich kostenlose Speisen und Getränke an. Natürlich ist die Frage in wie weit sich so ein Messeauftritt für die jeweiligen Firmen lohnt – denn ein Messestand zieht eine Menge finanziellen Einsatz mit sich, von den kostenlosen Geschenken und den Hostessen ganz zu schweigen. Wie dem auch sei, als Verbraucher kann man auf einer Messe eine ganze Menge Schnäppchen schlagen und wenn man es geschickt anstellt kann man sich im Internet sogar eine kostenlose Eintrittskarte sichern. Beim ersten Messebesuch findet man schnell heraus ob dieser Trip etwas für einen ist oder nicht denn es ist absolut anstrengend und so ein Tag ist mit vielen Eindrücken besetzt. Ein kleiner Tipp noch von mir: die Damen sollten auf jeden Fall bequemes Schuhwerk tragen. Die Strecken zwischen den Messehallen sind oft sehr groß und auch ansonsten gibt es nur wenige Sitzgelegenheiten. So ein Messebesuch ist 10x so anstrengend wie ein normaler Arbeitstag.

Marketing zu gemeinnützigen Zwecken

Im Allgemeinen bezeichnet Marketing oder zu deutsch das Absatzwesen, die Positionierung einer Firma, aber auch einzelner Personen oder Gruppen am Markt. Diese Positionierung orientiert sich daran, wie man eben eine Firma möglichst gewinnbringend für sie selbst am Markt, seine Mitarbeiter und natürlich auch Chefs etablieren kann. Dazu kann man die unterschiedlichsten Varianten des Marketing anwenden. Aber nicht nur gewinnorientierte Gruppen nutzen inzwischen diese Marketing-Techniken. Auch gemeinnützige Vereine, Stiftungen, Genossenschaften, Organisationen oder Trägerschaften betreiben im Auftrag der verschiedensten Gründe Marketing. Diese sogenannten „Non-Profit-Organisations“ verfolgen keine kommerziellen Interessen, sondern gemeinnützige oder wissenschaftliche Ziele für Dritte. Dies können aber auch kulturelle, karitative Zwecke, Selbsthilfe oder künstlerische Ziele sein. Diese Organisationen werden durch ein staatliches Anerkennungsverfahren geprüft, um ihre Gemeinnützigkeit auch zu gewährleisten. Es wird ihre „gemeinnützige Plausibilität“ unter die Lupe genommen.
Gängige Rechtsformen dieser Non-Profit-Organisations, die es weltweit gibt, sind zum Beispiel die Bezeichnung „eingetragener Verein“, abgekürzt e.V. oder auch „ gemeinnützige GmbH“.
In der Regel werden diese Organisationen von ehrenamtlichen Mitarbeitern geleitet beziehungsweise geführt und durch freiwillige Helfer mitgetragen, die die unterschiedlichsten Arbeiten innerhalb dieser Organisationen verrichten. Leitende Positionen in diesen Organisationen werden unter den Mitgliedern gewählt oder berufen.
Die Finanzierung erfolgt nicht, wie schon gesagt durch ein erfolgreiches Marketing, sondern durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Zuschüsse oder Gebühren. Werden Überschüsse erwirtschaftet, werden diese nicht an ihre Mitglieder ausgeschüttet.
Bekannte Non-Profit-Organisations sind zum Beispiel:
Pro Familia, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt, Heilsarmee, Kindernothilfe e.V., SOS Kinderdorf, Greenpeace, DLRG, ADAC, Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfallhilfe, THW, BUND, Robin Wood, UNICEF, Ärzte ohne Grenzen, Care international, Terre des hommes, Welthungerhilfe, Attac, Amnesty international und noch viele mehr.